Lebensstil beeinflusst Rheumarisiko


Rheumafaktor ist nicht maßgeblich
Lebensstil beeinflusst Rheumarisiko

Der so genannte Rheumafaktor weist auf ein erhöhtes Risiko für eine Erkrankung an Rheumatoider Arthritis hin. Doch auch der Lebensstil ist ausschlaggebend. Darauf weist der Berufsverband Deutscher Rheumatologen e.V. (BDRh) hin.

Irreführender Rheumafaktor

Beim Rheumafaktor handelt es sich um einen Wert, mit dessen Hilfe das Rheuma-Risiko bestimmt wird. Ein erhöhter Rheumafaktor (RF) macht eine rheumatische Erkrankung wie Rheumatoide Arthritis (RA) wahrscheinlich. „Allerdings findet sich ein erhöhter RF auch bei anderen Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems und bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen wie z.B. Tuberkulose oder Hepatitis. So leidet nicht jeder mit hohem Rheumafaktor im Blut tatsächlich auch an Rheuma“, erklärt Erdmund Edelmann vom BDRh. Außerdem komme die gelenkentzündliche RA nur bei einem Bruchteil der Betroffenen zum Ausbruch.

Erhöhtes Erkrankungsrisiko

Ärzte in Amsterdam fanden heraus, das auch der Lebensstil das Erkrankungsrisiko beeinflusst. Rheumatiker, die beispielsweise übergewichtig sind, haben ein sechsfach erhöhtes RA-Erkrankungsrisiko. Personen die rauchen, sind sogar zehnfach gefährdet.

Rheumafaktor-Träger, die rauchen und zugleich übergewichtig sind, setzen daher in besonderem Maße ihre Gesundheit aufs Spiel. „Betroffene sollten wissen, dass sie ihr RA-Erkrankungsrisiko durch eine Änderung ihres Lebensstils – wie zum Beispiel Rauchstopp oder Ernährungsumstellung – erheblich senken können“, rät Edelmann. 

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