Bei Ohnmacht an Epilepsie denken


Ursachen für Aussetzer abklären
Bei Ohnmacht an Epilepsie denken

Menschen, die einen Ohnmachtsanfall hatten, sollten sich an einen Arzt wenden, um die Ursache festzustellen. Denn einem Bewusstseinsverlust können ernsthafte Erkrankungen zugrunde liegen. Darauf weist der Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) hin.

Viele Ursachen möglich

Eine vorübergehende Ohnmacht ist häufig die Folge einer harmlosen Kreislaufstörung. Gelegentlich weisen Aussetzer jedoch auf eine lebensbedrohliche Erkrankung hin, zum Beispiel auf einen Schlaganfall oder eine Lungenembolie. Deshalb sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen, um den Auslöser zu klären. „Beispielsweise können Störungen des Herz-Kreislauf-Systems zu einer vorübergehenden Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff führen und eine Ohnmacht herbeiführen. Auch Entgleisungen des Stoffwechsels, wie eine Unterzuckerung, oder psychogene Auslöser sind mögliche Ursachen. Daneben kann sich ein epileptischer Anfall in einer plötzlich auftretenden Bewusstlosigkeit äußern“, weiß Dr. Frank Bergmann vom BVDN.

Auch Details schildern

Bei der Ursachenabklärung spielen die Ereignisse vor und nach der Ohnmacht eine wichtige Rolle. Herz-Kreislauf-Störungen folgen oft auf langes Stehen, heftiges Erschrecken oder eine starke emotionale Reaktion. Häufige Vorboten sind Schwächegefühle oder Schwarzwerden vor den Augen. Die Aussetzer dauern meist nur wenige Sekunden. Ein epileptischer Anfall kündigt sich dagegen häufig durch plötzliche Sinnestäuschungen oder eine verstärkte Sinneswahrnehmung an. Er dauert meist mehrere Minuten. Zuckungen kommen bei beiden Formen der Ohnmacht vor.

„Im Anschluss an einen Kreislauf-Kollaps sind Betroffene nach Wiedererlangen des Bewusstseins meist voll wach und orientiert. Nach einem epileptischen Anfall herrscht hingegen häufiger Verwirrung und Schläfrigkeit bei den Personen vor“, ergänzt Dr. Bergmann. Sollten Betroffene sich nach ihrem Ohnmachtsanfall an die Details des Geschehens nicht mehr erinnern können, empfiehlt es sich, einen Augenzeugen zu finden und diesen – wenn möglich – zum Arzt mitzubringen, damit er die Ereignisse schildert.

Ursache meist gut behandelbar

In Zweifelfällen kann der Arzt eine Elektroenzephalografie (EEG) und ein Elektrokardiogramm (EKG) durchführen, um die Ursache der Ohnmacht zu klären. „In den meisten Fällen ist eine sehr wirksame Therapie der zugrunde liegenden Erkrankung möglich. Sowohl eine Herz-Kreislauf-Störung als auch eine Epilepsie kann man mit Medikamenten gut in den Griff bekommen“, erläutert Dr. Bergmann.

News

"Alkoholfrei" nicht immer ohne Alkohol
"Alkoholfrei" nicht immer ohne Alkohol

Vorsicht in der Schwangerschaft

Jedes Jahr kommen tausende Kinder mit alkoholbedingten Schäden zur Welt. Dabei ist das vermeidbar. Was müssen Frauen wissen?   mehr

Ziegenmilch gegen Neurodermitis?
Ziegenmilch gegen Neurodermitis?

Babys vor atopischer Dermatitis schützen

Ziegenmilch statt Kuhmilch – könnte das Babys Haut vor Neurodermitis schützen? Eine Studie liefert Hinweise auf einen möglichen vorbeugenden Effekt. Für Kinder mit bereits bestehender Erkrankung gilt das allerdings nicht.   mehr

Sport hilft Kindern mit Autismus
Sport hilft Kindern mit Autismus

Von Tai Chi bis Trampolin

Bewegung tut gut – auch Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung. Eine aktuelle Studienübersicht zeigt: Bestimmte Sportarten können Gleichgewicht, Koordination und motorische Fähigkeiten verbessern.   mehr

Mikronährstoffe fürs Herz
Ältere Person vor dem Einnehmen einer Tablette. Manche Mikronährstoffe können die Herzgesundheit fördern.

Nützlich oder schädlich?

Ob Nahrungsergänzungsmittel dabei helfen, Herz und Gefäße gesund zu halten, wird immer wieder kontrovers diskutiert. Jetzt gibt es Hinweise, dass zumindest einige von ihnen doch vor Schlaganfall und Herzinfarkt schützen können.   mehr

Weniger Fleisch ist gesünder
Weniger Fleisch ist gesünder

Viele Vorteile für die Gesundheit

Was wäre, wenn….? Diese Frage hat sich ein amerikanisches Forscherteam in Bezug auf einen geringeren Fleischanteil in der Ernährung gestellt. Berechnungen am Modell haben erstaunliche Effekte auf die Gesundheit gezeigt.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Mohren-Apotheke
Inhaber Andreas Biebl
Telefon 0961/51 48
Fax 0961/41 89 20
E-Mail info@mohren-apotheke-weiden.de