Antibiotika kein Hustenmittel


Kaum Nutzen, mehr Nebenwirkungen
Antibiotika kein Hustenmittel

Bei vielen Atemwegsinfektionen können Erkrankte auf die Einnahme von Antibiotika verzichten. Diese beschleunigen die Genesung nicht und sorgen häufig für Nebenwirkungen. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie des GRACE-Konsortiums mit Unterstützung der Europäischen Kommission.

Einsatz sorgfältig abwägen

Eine akute Infektion der unteren Atemwege – Bronchitis –  gehört zu den häufigsten Erkrankungen in Deutschland. Oft verschreiben die Hausärzte ein Antibiotikum – nicht zuletzt, da dies der Erwartungshaltung vieler Patienten entspricht. Doch die häufigen Antibiotikaverordnungen sind umstritten. Experten fordern einen umsichtigeren Einsatz von Antibiotika.

Wissenschaftler aus 16 europäischen Zentren untersuchten über 2000 Erwachsene, die an einer unkomplizierten Infektion der unteren Atemwege litten. Das Hauptsymptom war Husten. Die Hälfte der Patienten nahm eine Woche lang ein Antibiotikum ein, die andere Hälfte bekam ein Placebo. Die Studienteilnehmer und Forscher wussten bis zum Abschluss der Studie nicht, welcher Teilnehmer welcher Gruppe zugeordnet war. Die Wissenschaftler beobachteten den Krankheitsverlauf. Zusätzlich gaben die Erkrankten an, wie sie sich körperlich fühlten.

Antibiotika oft ohne Vorteil

Die Auswertung der Studie ergab, dass die Einnahme eines Antibiotikums die Dauer der Erkrankung nicht verkürzte. Auch beim Schweregrad der Beschwerden schnitt die Gruppe mit Antibiotika nur geringfügig besser ab. Dafür traten bei der Antibiotikagruppe häufiger Nebenwirkungen auf. Einer von 21 Patienten dieser Gruppe klagte über Hautausschlag, Durchfall oder Übelkeit.

Nach Ansicht der Autoren wiegen die häufigeren Nebenwirkungen den geringen Wert des Nutzens von Antibiotika auf. Bei den meisten Atemwegsinfekten ist der Einsatz von Antibiotika entbehrlich. Besteht dagegen der Verdacht auf eine Lungenentzündung, gibt es keinen Zweifel an der Notwendigkeit von Antibotika. Symptome einer Lungenentzündung sind zum Beispiel Erbrechen, hohes Fieber, Kopf- oder Gelenkschmerzen.

News

"Alkoholfrei" nicht immer ohne Alkohol
"Alkoholfrei" nicht immer ohne Alkohol

Vorsicht in der Schwangerschaft

Jedes Jahr kommen tausende Kinder mit alkoholbedingten Schäden zur Welt. Dabei ist das vermeidbar. Was müssen Frauen wissen?   mehr

Ziegenmilch gegen Neurodermitis?
Ziegenmilch gegen Neurodermitis?

Babys vor atopischer Dermatitis schützen

Ziegenmilch statt Kuhmilch – könnte das Babys Haut vor Neurodermitis schützen? Eine Studie liefert Hinweise auf einen möglichen vorbeugenden Effekt. Für Kinder mit bereits bestehender Erkrankung gilt das allerdings nicht.   mehr

Sport hilft Kindern mit Autismus
Sport hilft Kindern mit Autismus

Von Tai Chi bis Trampolin

Bewegung tut gut – auch Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung. Eine aktuelle Studienübersicht zeigt: Bestimmte Sportarten können Gleichgewicht, Koordination und motorische Fähigkeiten verbessern.   mehr

Mikronährstoffe fürs Herz
Ältere Person vor dem Einnehmen einer Tablette. Manche Mikronährstoffe können die Herzgesundheit fördern.

Nützlich oder schädlich?

Ob Nahrungsergänzungsmittel dabei helfen, Herz und Gefäße gesund zu halten, wird immer wieder kontrovers diskutiert. Jetzt gibt es Hinweise, dass zumindest einige von ihnen doch vor Schlaganfall und Herzinfarkt schützen können.   mehr

Weniger Fleisch ist gesünder
Weniger Fleisch ist gesünder

Viele Vorteile für die Gesundheit

Was wäre, wenn….? Diese Frage hat sich ein amerikanisches Forscherteam in Bezug auf einen geringeren Fleischanteil in der Ernährung gestellt. Berechnungen am Modell haben erstaunliche Effekte auf die Gesundheit gezeigt.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Mohren-Apotheke
Inhaber Andreas Biebl
Telefon 0961/51 48
Fax 0961/41 89 20
E-Mail info@mohren-apotheke-weiden.de