Ran ans Fett – mit Eigenfett


Braune Fettzellen verbrennen Kalorien
Ran ans Fett – mit Eigenfett

Überschüssige Kalorien gelangen als Fett in die Fettzellen und verursachen Übergewicht. Aber nicht alle Fettzellen sind schuld an den Pfunden auf der Hüfte. Die so genannten braunen Fettzellen verbrennen Kalorien anstatt sie zu speichern. Wissenschaftler der Universität San Francisco entdeckten nun ein Protein, das die braunen Fettzellen aktiviert.

Weißes und braunes Fettgewebe

Die Fettzellen bilden, wie ihr Name schon sagt, das Fettgewebe. Sie füllen sich mit Fett und wachsen – so entstehen die unerwünschten Speckröllchen an den Problemzonen. Doch nicht alle Fettzellen sind unsere Feinde im Kampf gegen Übergewicht. Wissenschaftler unterscheiden weiße und braune Fettzellen: Die weißen Fettzellen speichern überschüssiges Fett, die braunen Fettzellen dagegen verbrennen es. Wie das funktioniert? Braune Fettzellen enthalten mehr Mitochondrien, kleine Energiekraftwerke, die Kalorien in Wärme umwandeln. Daher haben besonders Säuglinge viel braunes Fettgewebe, damit ihr kleiner Körper nicht auskühlt. Der menschliche Körper kann diese braunen Fettzellen bis zu seinem Lebensende produzieren, wie Wissenschaftler erst vor kurzem herausfanden. Die meisten übergewichtigen Menschen haben allerdings zu wenig oder gar kein braunes Fettgewebe.

Protein macht weiß zu braun

Amerikanische Wissenschaftler entdeckten nun ein Protein namens PRDM16, das weiße Fettzellen in braune, also fettverbrennende Zellen, umwandeln kann. Somit wird es möglicherweise für die Behandlung von Übergewicht eine wichtige Rolle spielen. Bislang sind viele Medikamente gegen Übergewicht darauf angelegt, den Appetit zu hemmen, um die Kalorienaufnahme zu reduzieren. Das Protein PRDM16 könnte Betroffenen statt dessen helfen, Kalorien schneller zu verbrennen. Die Forscher wollen nun herausfinden, wie sie das Protein stabilisieren und für neue Medikamente gegen Übergewicht nutzen können.

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