Alkohol fördert Darmkrebs


Verantwortungsvolles Trinkverhalten
Alkohol fördert Darmkrebs

Bier und Wein gehören zur Esskultur und Gastlichkeit. Doch der Genuss wird ab einem gewissen Grenzwert zum Risiko: Zu viel Alkohol begünstigt Darmkrebs.

Ob zu einem guten Essen, einem feierlichen Anlass oder in geselliger Runde - Alkohol hat seinen festen Platz in der Gesellschaft. Laut Statistik konsumieren die Deutschen durchschnittlich ca. 100 Liter Bier und 20 Liter Wein pro Jahr. „Oft gehen sie mit dem Alkohol jedoch zu sorglos um“, bemerkt der der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krebshilfe, Gerd Nettekoven. Der Zusammenhang zwischen Alkohol und Krebs sei für viele unbekannt oder werde verdrängt, bemerkt der Experte.

Wie Alkohol Darmkrebs begünstigt

Bei der Verstoffwechslung von Alkohol entsteht im Körper krebserregendes Acetaldehyd. Das macht Alkohol zu einem der Hauptverursacher von Darmkrebs. Schon ein halbes Glas Wein oder eine halbe Flasche Bier pro Tag steigern das Darmkrebsrisiko um 16 Prozent. Wer mehr als zwei Gläser Wein oder zwei Flaschen Bier pro Tag trinkt, erhöht sein Risiko um 41 Prozent.

Zwei alkoholfreie Tage pro Woche

„Gesunde Männer sollten nicht mehr als einen Viertelliter Wein oder 0,6 Liter Bier pro Tag trinken, gesunde Frauen die Hälfte davon nicht überschreiten“, rät Dr. Raphael Gassmann, Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Zusätzlich empfiehlt Dr. Gassmann, mindestens zwei Tage pro Woche vollständig auf Alkohol zu verzichten.

Über 30-Jährige besonders betroffen

Jeder dritte Mann und jede fünfte Frau trinken mehr Alkohol als für sie gesund wäre. Vor allem über 30-Jährige neigen zu riskantem Trinkverhalten. Damit gleiten sie nicht nur unbewusst in die Sucht ab, sie erhöhen auch ihr Risiko für Darmkrebs. Zu einem bewussten Umgang mit Alkohol informiert die Deutsche Krebshilfe in ihrem neuen Präventionsratgeber „Riskante Partnerschaft. Mehr Gesundheit - Weniger Alkohol“.

Quelle: Deutsche Krebshilfe

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